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Max Greger tot

Max Greger, Jazz-Saxophonist und Bandleader, ist tot. Er erlag in der Nacht auf vergangenen Samstag, am 15. August, einer Krebserkrankung, die erst vor kurzem diagnostiziert worden war.
Bis zuletzt stand er auf der Bühne – laut seiner Frau das letzte Mal Mitte Juli. Sein Motto war „warum aufhören, wenn mich das Publikum hören will?“. Offensichtlich auch noch im hohen Alter mit Spaß bei der Sache, begeisterte Greger durch Auftritte mit zwei anderen „alten Jazz-Herren“, Hugo Strasser und Paul Kuhn.

Greger wurde am 2. April 1926 in München geboren. Er sollte eigentlich den elterlichen Metzgerladen übernehmen, entschied sich aber – wohl auch dank des vom Großvater geschenkten Akkordeons – für eine Karriere in der Musik. Er besuchte ein Konservatorium und aGreger_2005bsolvierte ein Studium der Klarinette und des Saxophons. Zum Ende des Krieges wurde er noch eingezogen, begann nach Kriegsende, in Offizierscasinos aufzutreten.
1948 gründete er sein erstes eigenes Ensemble, spielte neben Jazz auch Volksmusik für den Bayerischen Rundfunk. Bald stand er mit Jazz-Größen wie Duke Ellington und Louis Armstrong auf der Bühne und machte sich auch durch seine fünfwöchige Tournee durch die Sowjetunion zusammen mit Maria Hellwig und Udo Jürgens international einen Namen.
1963 unterzeichnete Max Greger einen Vertrag als Bandleader der Big Band des ZDF. Mit dieser spielte er den legendär gewordenen Titel „Up to date“ für das „Aktuelle Sportstudio“ ein.
Meist spielte Greger in seiner Big Band Saxophon, wusste sich gut in die Reihe seiner Mitspieler einzufügen, was für einen Leader nicht selbstverständlich ist.
Parallel zum Jazz war Greger stets in der Volksmusik unterwegs, spielte in Sendungen wie „Vergißmeinnicht“ oder „Musik ist Trumpf“ schmalzig-schöne Melodien und schuf sich so ein „zweigleisiges“ Image.

Max Greger bleibt allerdings vor allem durch seine Jazz-Interpretationen in Erinnerung. Mit „dirty notes“ wusste er seine Stücke aufzupeppen, wie es vorher im Nachkriegsdeutschland noch nicht getan worden war. Nicht nur für die Musik, auch für die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren war dies ein bedeutsamer Impuls: wenn es funktioniert, warum nicht einmal eine „dreckige“ Note spielen, die nicht so ganz passt?! Solange etwas Gutes dabei rauskommt…
Greger wird in der deutschen und internationalen Musiklandschaft eine schmerzliche Lücke hinterlassen.

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