Archiv für Mai, 2014

Verleihung des Echo Jazz 2014 in Hamburg

Freitag, Mai 30th, 2014

Monika-Roscher-und-Hubertus-Meyer-Buckhardt-beim-ECHO-Jazz-2014----Credit-Monique-Wuestenhagen-BVMI

Am 22. Mai wurde zum fünften Mal der ECHO Jazz verliehen, diesmal in der Kulturfabrik Kampnagel in Hamburg, nachdem die Trophäen im Jahr zuvor in der Hamburger Fischauktionshalle überreicht worden waren. Bis einschließlich 2015 wird die Verleihung des ECHO Jazz noch in Hamburg stattfinden.

Der von der Deutschen Phono-Akademie und dem Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie 1992 ins Leben gerufene deutsche Musikpreis ECHO wurde 1992 um den ECHO Klassik und 2010 um den ECHO Jazz erweitert. Mittlerweile gehört der ECHO zu den international wichtigsten und renommiertesten Musikauszeichnungen. Mit dem ECHO werden jährlich die erfolgreichsten und besten nationalen sowie internationalen Künstler geehrt.

Der ECHO Jazz wird in 31 Kategorien vergeben. Die Mitglieder der 13-köpfigen Jury aus anerkannten Branchenexperten entscheiden sowohl auf Basis von Kritikermeinungen als auch nach Publikumserfolg. Somit fließt auch die Wertschätzung der Jazz-Käufer in die Wertung mit ein.

Moderiert wurde der diesjährige ECHO Jazz von Hubertus Meyer-Burckhardt. Er verdient sein Geld als Moderator, Fernsehproduzent und Journalist, hat seit 2007 eine Stelle als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und moderiert seit 2008 mit Barbara Schöneberger die NDR-Talkshow.

Dusco-Goykovich-und-Mario-Biondi-beim-ECHO-Jazz-2014----Credit-Monique-Wuestenhagen-BVMI

Besondere Live-Acts dieses Jahr waren die Kollaborationen und Duette von Jazzgrößen, wie es sie vorher noch nie gegeben hatte: so leitete Curtis Stigers die zweistündige Gala zusammen mit einer Bigband aus Studenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ein, es folgten musikalische Vereinigungen von Peter Fessler mit Lisa Bassenge, Max Mutzke mit Klaus Doldinger sowie des Trompeters Dusko Goykovich mit dem italienischen Sänger Mario Biondi.

Dusko Goykovich war vor seinem Auftritt mit dem ECHO Jazz für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden, den er sichtlich gerührt und unter Standing Ovations entgegennahm.

Es sollen an dieser Stelle nur einige Preisträger dieses Jahres erwähnt werden, für die anderen rufe der geneigte Leser die hompage des ECHO-Jazz, http://www.echojazz.de/jazz-preistraeger-2014/,

auf. Unter anderem geehrt wurden Heinz Sauer und Michael Wollny mit der Auszeichnung für das „Ensemble des Jahres national“, Peter Fessler mit dem Preis für „Sänger/in des Jahres national“ sowie Gregory Porter in der Kategorie „Sänger/in des Jahres international“ für sein Album „Liquid Spirit“. Joachim Kühn wurde in der Kategorie „Instrumentalist/in des Jahres national Piano/Keyboards“ für „Voodoo Sense“ geehrt, Til Brönner erhielt die Trophäe in der Kategorie „Instrumentalist/in des Jahres national Blechblasinstrumente/Brass“. Monika Rascher erhielt die Auszeichnung als „Newcomer des Jahres national“ für ihr Album „Failure in Wonderland“, Caro Emerald wurde in der Kategorie „Bestseller des Jahres“ für „The Shocking Miss Emerald“ geehrt.

Curtis-Stigers-beim-ECHO-Jazz-2014----Credit-Monique-Wuestenhagen-BVMI

Insgesamt ein humorvoll moderierter, von musikalischen Glanzlichtern gespickter Jazz-Abend, der auf weitere solche Verleihungen hoffen lässt!

Eindrücke von der High End in München – Dacapo auf Hochtouren

Mittwoch, Mai 28th, 2014

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Bei der diesjährigen High End Messe für Unterhaltungselektronik, die vom 15. bis zum 18. Mai am MOC-Messegelände in München stattfand, gab es wieder einmal viel zu tun für das Team von Dacapo. Während am ersten Verkaufstag, dem Donnerstag, traditionell nur die Aussteller als Besucher eingelassen wurden und es vergleichsweise ruhig zuging, interessierten sich an den folgenden drei Tagen doch mehr Besucher für Vinyl, CDs und Zubehör. Besonders audiophile CDs gingen dieses JIMG_1325ahr gut über den Ladentisch, auch IMG_1340Johnny Cash-Alben waren sehr gefragt.

Dass die High End mit über 400 Ausstellern aus 40 verschiedenen Ländern die größte und bedeutendste internationale Messe für Unterhaltungselektronik ist, wurde auch durch die von weit her angereisten Besucher eindrucksvoll untermauert. Ob aus Frankreich, England, Österreich, Dänemark, Italien, Ungarn oder gar Asien – die High End scheint einen genügend großen Reiz auszuüben, um Menschen aller Herren Ländern für ein verlängertes Wochenende nach München zu locken. Umso besser, dass die Mitglieder des Dacapo-Teams nicht nur in fränkischer Mundart, sondern auch auf hochdeutsch, englisch, italienisch und französisch einigermaßen kompetent beraten konnten.

Insgesamt strömten rund 18.000 Besucher in die vier gut mit Ständen gefüllten Hallen des MOC-Geländes und ließen sich von der diesjährigen Marken- und Ausstellervielfalt begeistern. Im Vergleich zum letzten Jahr bedeutet dies einen Besucherzuwachs von 10%. Der Anteil der Fachbesucher betrug dabei beächtliche 30%, was die Qualität der Messe unterstreicht.

Neben analogen und digitalen Produkten für den besonderen Hörgenuss wurden viele innovative Systeme, beispielsweise fürs Streaming oder zum Vernetzen mittels Apps, beworben.

Neben den ausgestellten Produkten konnten auch die „Running Acts“, extra für die Messe engagierte, lokale und mobile Musikgruppen begeistern, die durch die Hallen wanderten und sozusagen an jeder Ecke Halt machten, um ein Ständchen zum Besten zu geben. Dabei vermischten sich einigermaßen verwirrende musikalische Eindrücke wie Mozartouvertüren, gespielt von einem Bläserensemble, mit visueller bayerischer Folklore in Form von Lederhosen und Trachtenhemden. Ein Unterhaltungsprogramm, das keine Wünsche offen ließ und auf angenehme Weise daran erinnerte, dass Musik auch live stattfinden kann, bevor sie mittels hochauflösender Technik überhaupt erst wiedergegeben werden kann.

Insgesamt herrschte eine entspannte und offene Stimmung, die auf eine erfolgreiche Fortsetzung dieser Messe der Superlative hoffen lässt. Apropos: Der Termin für nächstes Jahr steht schon fest: vom 14. bis zum 17. Mai 2015 werden sich wieder die Tore der MOC-Hallen für die High End öffnen. Dann heißt es wieder: Platten einpacken, Sonderangebote auszeichnen, orangenes Dacapo-T-Shirt waschen. Die Besucher wollen schließlich wieder „gruschen“ in der gut sortierten Musikauswahl von „Dacapo Schallplatten, Ihrem führenden Fachgeschäft für Vinyl“. Bis nächstes Jahr, es war schön!