Archiv für Juli, 2011

Die Preisträger des ECHO Klassik stehen fest

Donnerstag, Juli 28th, 2011

Die Preisträger des diesjährigen ECHO Klassik stehen fest. Diese Auszeichnung wird von einer Jury vergeben, die ihr Urteil sowohl nach künstlerischer Qualität als auch nach Publikumserfolg fällt. Dadurch spiegelt die Vergabe des ECHO Klassik nicht nur die Meinung von Kritikern wider, sondern auch die Wertschätzung durch Musikkäufer. In diesem Jahr wählten 11 Jurymitglieder insgesamt 58 Gewinner in 21 Kategorien. Zu den diesjährigen Preisträgern gehören u.a. die Sopranistin Simone Kermes als “Sängerin des Jahres”, Thomas Hampson als “Sänger des Jahres”. In der Kategorie “Nachwuchskünstler” werden in diesem Jahr  neun Preise vergeben: darunter sind der Sänger Vittorio Grigolo, die Violinistin Vilde Frang, den Klarinettisten Sebastian Manz und der Oboist Ramón Ortega Quero. Weitere Preisträger finden Sie auf der Homepage des ECHO Klassik http://www.echoklassik.de.

Die Deutsche Phono-Akademie – das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. – ehrt damit jährlich herausragende und erfolgreiche Leistungen nationaler und internationaler Künstler. Um dem kulturellen Stellenwert der klassischen Musik gerecht zu werden und ihre Beliebtheit weiter zu erhöhen, wurde 1994 der ECHO Klassik als eigene Veranstaltung ins Leben gerufen. Ziel ist es, nicht nur Weltstars wie Anna Netrebko, Rolando Villazón, José Carreras, Philippe Jaroussky oder David Garrett für ihre musikalischen Leistungen auszuzeichnen, sondern auch herausragende junge Talente mit dieser Auszeichnung zu fördern.

Soulsängerin Amy Winehouse tot aufgefunden

Montag, Juli 25th, 2011

Vergangenen Samstag wurde die britische Soulsängerin und Songwriterin Amy Winehouse in ihrer Londoner Wohnung tot aufgefunden. Noch ist die Todesursache nicht geklärt, doch kaum jemanden verwundert der frühe Tod des Ausnahmetalents mit skandalhaltigem Lebenswandel. Nach dem durchschlagenden Erfolg ihres zweiten Albums “Back to Black” mit dem sie 2008 bei den Grammys abräumte (fünf Auszeichnungen), wurde es leider musikalisch eher still um Winehouse. Für Schlagzeilen sorgte sie vornehmlich mit Drogen- und Alkoholproblemen, den damit verbundenen skurrilen Auftritten in der Öffentlichkeit und abgebrochenen Konzerten sowie ihrer destruktiven Ehe mit Blake Fielder-Civil. Mehrere Entzugsversuche schlugen fehl, den letzten beendete sie erst vergangenen Monat. Den traurigen Höhepunkt ihres Comebackversuchs bildete ein Konzert Mitte Juni in Belgrad, auf dem sie vom Publikum ausgebuht wurde, da sie zu betrunken zum singen gewesen war. Die restlichen Konzerte ihrer Tournee wurden daraufhin abgesagt.

Am 14. September 1983 erblickte Amy Winehouse in London das Licht der Welt. Früh machte sich ihr Gesangstalent bemerkbar und bereits mit 18 konnte sie ihren ersten Plattenvertrag bei Island Records abschließen. 2003 kam ihr Debütalbum “Frank” auf den Markt, welches für Aufsehen sorgte und ihr dreimal Platin in Großbritannien einbrachte. Das 2006 veröffentlichte Nachfolgealbum “Back to Black” und die Singleauskopplung “Rehab” machten Winehouse endgültig zum Weltstar. Die Tragik ihres selbstdestruktiven Lebens steht im starken Kontrast zu ihrer sonnigen, optimistischen R&B Musik, die Menschen auf der ganzen Welt verzaubert. Amy Winehouse mit ihrer einmaligen, reichen Soulstimme ist ein herber – leider absehbarer – Verlust für die Musikwelt. Sie wurde – wie Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison und Kurt Cobain – nur 27 Jahre alt.

Der Siegeszug der LP geht weiter …

Freitag, Juli 22nd, 2011

Wie ich heute aus zuverlässigen Quellen erfahren habe, hat Sony dieses Jahr in den USA bisher mehr Umsatz mit Vinyls als mit Digitaltonträgern gemacht. Verständlich ist das schon, wenn man die Hintergründe betrachtet. Zum einen geht seit Jahren der Umsatz im Digitalbereich zurück, zum anderen werden die CDs immer stärker verramscht. Im Gegensatz dazu werden vermehrt LPs produziert und diese im Hochpreissegment vermarktet. Auch wenn die LP in der Herstellung um Größenordnungen teuerer ist, als eine popelige CD, so ist doch die Gewinnspanne bei der LP deutlich höher als bei einer verramschten CD. Aus diesem Grunde ist es auch verständlich, dass Sony intern propagiert, zukünftig nur noch auf Vinyl und auf den Download-Bereich setzen zu wollen.

Erfinder des illustrierten Plattencovers gestorben

Donnerstag, Juli 21st, 2011

Der Erfinder des Plattencovers Alex Steinweiss starb im Alter von 94 Jahren in Florida.

Die Idee einer individuellen Plattengestaltung kam dem Grafiker, als er 1939 als Art Director für Columbia Records arbeitete. Er steckte die Schallplatte in eine dünne Papphülle und bemalte sie anschließend. 1990 erläuterte in einem Interview: “Es war lächerlich, wie Platten damals verkauft wurden. Die Cover waren aus braunem, beigen oder grünem Papier. Sie waren überhaupt nicht anziehend und ihnen fehlte jeder Verkaufsreiz.” Mit dem ersten neugestalteten Cover – das Album stammte von Richard Rodgers und Lorenz Hart und zeigte ein New Yorker Theater, versehen mit einem Schriftzug Rodgers & Hart in Leuchtschrift – begann die Weltkarriere des Plattencovers.

In dreißig Jahren – 1955 zog sich Alex Steinweiss aus dem Geschäft zurück und widmete sich verstärkt dem Malen und Töpfern – gestaltete Alex Steinweiss mehr als 1000 Plattencover, darunter zum Beispiel George Gershwins “Rhapsody und Blue” oder Ludwig van Beethovens “Eroica”, deren Verkaufszahlen sich danach plötzlich verneunfachten. Eine so einfache Idee mit einer so großen Wirkung, die bis heute anhält. Selbst auf den Ipod werden die Musikalben durch Covers dargestellt.

Preis der deutschen Schallplattenkritik

Donnerstag, Juli 21st, 2011

Hinter dem ‘Preis der deutschen Schallplattenkritik’ verbirgt sich ein eingetragener Verein (e.V.), der sich aus rund 140 namhaften Musikkritikern, Journalisten und Musikexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammensetzt. Seit der Gründung im Jahr 1980 veröffentlicht ein unabhängiges Gremium vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vergangenen drei Monate. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Allerdings werden nur Produktionen berücksichtigt, die im Musikfachhandel erhältlich sind, also keine mp3-Dateien, Vorab-Releases oder Demobänder.

Jede der insgesamt 29 Kategorien – die Bandbreite reicht von Klassik, Wort und Kabarett bis hin zu Rock/Pop – wird von einer eigenen Jury bewertet, die aus fünf Experten besteht. Allen Juroren gemeinsam ist eine profunde Kenntnis ihres Genres. Neben den vierteljährlichen Bestenlisten verleiht der Verein jeden Herbst bis zu elf Jahrespreise für die besten Produktionen des zurückliegenden Jahres sowie drei Ehrenpreise an Persönlichkeiten des internationalen Musiklebens, die sich als Interpreten, Künstler oder Produzenten um die Musikaufzeichnung auf Ton- und Bildtonträgern besonders verdient gemacht haben.

Die Auszeichnung ‘Preis der deutschen Schallplattenkritik’ gibt eine qualitative Orientierung auf einem Musikmarkt, der bei zehntausenden Neuerscheinungen pro Jahr immer unübersichtlicher wird. Erkennungszeichen für die ausgezeichneten Produktionen ist das Gütesiegel ‘Preis der deutschen Schallplattenkritik‘, das auf den jeweiligen CD- und DVD-Produktionen zu finden ist.

Weitere Informationen sowie die Preisträger finden Sie unter http://www.schallplattenkritik.de/

Remastering von drei Prince-Alben

Freitag, Juli 15th, 2011

Das musikalische Allroundtalent – Sänger, Songwriter, Komponist, Musikproduzent, Multiinstrumentalist – hat in den 1980er Jahren die internationale Musikszene wie kein anderer beeinflusst. Mit über 100 Millionen verkaufter Alben zählt er zu den besten Künstlern aller Zeiten. Sein erstes erfolgreiches Album “Purple Rain” (1984) brachte den großen Erfolg: Nicht nur, dass das Album 24 Wochen ununterbrochen auf dem ersten Platz der amerikanischen Albumcharts war, sondern auch zahlreiche Auszeichnungen – u.a. 2 Grammy Awards – erhielt Prince für dieses Album.

Die ersten musikalischen Gehversuche sind nun als Vinyl erhältlich:  “1999” (1982), “Controversy” (1981) und “Dirty Mind” (1980). Schon bei seinen ersten Alben wird klar, dass man Prince nicht in irgendeine Schublade stecken kann. Er verknüpft problemlos Soul, Elektro, Rock, Pop und Jazz, wie kein anderer Künstler. Ein weiteres visuelles Merkmal sind die Outfits, mit denen sich Prince bei Auftritten und auf Alben zeigt: Grelle Farben, glitzernde Applikationen und viel nackte Haut, v.a. in Verbindung mit Tanga, Trenchcoat, Strapse und High Heels. Eines der schillernden Prince-Outfits sehen Sie links im Bild.

„Prince ist dynamisch, Prince ist genial, Prince ist Musik.“ Das sagte Stephen G. Hill, Präsident der BET-Gesellschaft, als Prince für sein Lebenswerk mit einem BET Award ausgezeichnet wurde. Dem wollen wir nichts hinzufügen.

Kennen Sie die Audio-Regel Nr. 1?

Donnerstag, Juli 14th, 2011

Kennen Sie die Audio-regel Nr. 1 nicht?

Ist doch ganz einfach: “Use a Transistor, Go To Jail” hat Bernie Grundman auf den Verstärkern zum Ansteuern der Schneidestichel der Schneidemaschine stehen. Dass er sich daran hält, kann man an seinen Produktionen hören. Nicht umsonst klingen Platten von Labels wie “Classsic Records”, Groove Note”, Original Recordings Group” oder “Boxstar Records” so wunderbar stimmig und ausgewogen, mit viel Schmelz und trotzdem herausragend dynamisch und räumlich.

Punk-Lady Deborah Harry ist zurück

Donnerstag, Juli 14th, 2011

Deborah ‘Debbie’ Harry kehrt zurück. Zusammen mit ihrer Band Blondie – überwiegend in Originalbesetzung – knüpft Debbie mit dem neuen Album “Panic Of Girls” an die guten alten Zeiten an. Ein rasanter Mix aus Power-Pop, Reggae, Elektro und Weltmusik, die tiefe rauchige Stimme, treibende Rocknummern oder auch mal entspannende Grooves zeichnen das neue Album aus.

Natürlich dürfen sich auch analoge Vinylliebhaber auf dieses Schmankerl freuen. Ab sofort ist das Album in unserem Onlineshop erhältlich.

 

AMR PH-77 PHONO-Equalizer. Das ganze Potential der Schallplatte!

Freitag, Juli 8th, 2011

AMR PH-77Eigentlich wollte ich nur eine Phonovorstufe probieren, die mehrere schaltbare Phono-Eingänge hat, da ich immer mehrere Plattenspieler parallel in Betrieb habe.

Nach diversen Erkundigungen bei einschlägig bekannten Fachleuten hat sich dann recht schnell der AMR PH-77 herauskristalisiert.

Gestern kam er dann, der Phono-Vorverstärker PH-77. Und wie er kam. Mit der Spedition auf Palette. Zuerst wusste ich gar nicht, was die Spedition mir da vor die Türe stellte. Beim Auspacken stellte ich dann ungläubig fest, dass es der bestellte Phono-Vorverstärker war. Eigentlich wollte ich nur eine richtig gute, flexible Phono-Vorstufe, jetzt kam ein ultraschweres Monstrum. Zu zweit mussten wir das Gerät in seiner stabilen Transportbox in den Laden hieven, auspacken und ins Rack stellen. Meine Bandscheibe erinnert sich sicherlich noch nächste Woche daran! 50 kg feinstes High End müssen eben entsprechend bewegt werden.

Ich konnte es kaum erwarten, das Wunderteil auszuprobieren. Die Lobeshymnen zu diesem Gerät waren ja im Vorfeld entsprechend. Aber Thomas Fast vom Vertrieb hat mir ans Herz gelegt, das Gerät erst mal akklimatisieren und mindestens einen Tag stehen zu lassen.

Heute dann der große Auftritt. Das Gerät eingeschaltet. Zuerst zählt der Countdown die 100 Sekunden Einschaltverzögerung ab, dann ist das Teil scharf. Schnell noch die drei Eingänge eingestellt. Schon das ist ein Erlebnis für sich. Das Gerät ist der Hammer, was man da so alles einstellen kann. 22 verschiedene Entzerrungskurven, 8 Verstärkerstufen, 120 fest vorprogrammierte Tonabnehmer, unzählige Einstellungen der Kapazität und Induktivität, einfach alles, was man sich so vorstellen kann. Und das alles mit der beiliegenden Fernbedienung. Genial!

Endlich kann man die alten Deccas und Konsortien mit der richtigen Entzerrung abspielen. Die klanglichen Auswirkungen der unterschiedlichen Entzerrungen z.B. sind enorm. Mit der richtigen Entzerrung klingt so eine Scheibe viel viel besser, einfach richtiger!

Und erst der Klang: himmlisch! Das Gerät spielt, wie es aussieht. Wunderbar fest mit beiden Beinen auf dem Boden stehend, sprich mit ordentlich Druck und Präzision im Bass, verführerisch farbigen Mitten und ein feiner Hochtonbereich, wie ihn nur allerfeinste Phonoverstärker zustande bringen, nicht überanalytisch wie viele Möchtegern-High End-Geräte, sondern seidig mit viel Auflösung und einem wunderbaren Raum. Dabei spielt und groovet das Gerät, dass es eine wahre Pracht ist. Mit Rhythmus und unglaublich viel Gefühl für die Musik zeigt es uns, worauf es in der Musik ankommt. Und das mit einer Intensität, die seines gleichen sucht. Emotion pur!

Ich kann dieses Wunderteil nur jedem ans Herz legen, so wie mit diesem Gerät haben Sie Ihre Platten noch nicht erlebt!

Ich zumindest habe meine eierlegende Wollmilchsau gefunden!