Umsatz mit Online-Streamingformaten steigt

5. April 2017

Logo_Universal_Music.svgInteressante Neuigkeiten erreichen uns in diesen Tagen von Universal: Der weltweit größte Musikkonzern hat erstmals mehr Umsatz mit Online-Streamingformaten als mit CDs gemacht. Allein in Deutschland sind die Streaming-Umsätze letztes Jahr um 70% gewachsen, und das, obwohl Deutschland traditionell als „CD-Land“ gilt. Fast wie eine Randnotiz liest sich dann aber die für uns Vinyl-Freunde viel interessantere Meldung: Die Umsätze durch Schallplatten wuchsen im vergangenen Jahr um 40,1 Prozent – damit liegt das runde Schwarz erstmals noch vor Musik-DVDs und Video-Blue-Rays auf Platz vier im Umsatz-Ranking, nach CDs, Streams und Downloads.

Interessant ist diese duale Entwicklung allemal, zum komprimierten, körperlosen Digitalformat auf der einen Seite, und zum ältesten analogen Tonträger auf der anderen. Aber Frank Briegemann, Chef von Universal Zentraleuropa, sagt es selbst in einem Interview mit dem Handelsblatt: Welches Musikformat einen Hörer bevorzugt, hängt eben auch stark von der Art von Musik ab, die er hören möchte. Und so gehören die Streaming-Märkte eben eher den Fans von Rap- und Housemusik oder Indie-Künstlern, wohingegen die Schallplatte nach wie vor das Paradies der Freunde von Jazz, Klassik, Folk und Classic Rock ist.

Wir freuen uns natürlich darüber, dass das Vinyl diese stetig wachsende Beliebtheit genießen darf, und können nur schmunzelnd sahen: Weiter so!


30. März 2017

Fone_111_1_lScott Hamilton – Ballads for Audiophiles (180 g)

Scott Hamilton – Saxofon
Paolo Birro – Klavier
Alfred Kramer – Schlagzeug
Aldo Zunino – Kontrabass

Aufnahmen am 10. Juli 2015 im Hotel Il Castello, Palazzo di Scoto di Semifonte Certaldo Alto, Florenz, Italien.
Aufgenommen auf einer speziellen 1/2 Inch-Ampex ATR 102 Bandmaschine mit 76 cm/sec unter Verwendung der von Giulio Cesare Ricci heißgeliebten Röhrenmikrofone U47, U48 und M 49 von Neumann.

Reine Balladen-Alben sind im Jazz keine Seltenheit, aber eben doch auch immer wieder ein gewagtes Unterfangen. Damit eine solche Platte nicht langweilig, kitschig oder banal gerät, braucht es schon eine geschickte Song-Auswahl, ausgefuchste Arrangements und vor allem erstklassige Musiker. Und alle drei Voraussetzungen werden auf dieser Platte einwandfrei erfüllt. Die Songauswahl reicht von Evergreens wie Henry Mancinis „Moon River“ über beliebte Jazzstandards wie „The Shadow Of Your Smile“ oder „All Or Nothing At All“ bis hin zu selten gehörten Nummern wie Richard Adlers „Hey There“ oder Billy Reids „The Gypsy“.
Die Arrangements für die klassische Jazz-Quartettbesetzung lagen ganz in den kundigen Händen der vier Musiker, und die sind für Foné-Fans keine Unbekannten: Scott Hamilton (Saxofon) begeisterte hier zuletzt mit seinen Alben „I Could Write A Book“ und „Who Cares?“ gemeinsam mit Pianist Andrea Pozza. Auf „Ballads For Audiophiles“ kommt Hamilton wieder mit zwei Kollegen zusammen, mit denen er bei Foné bereits auf „Bean And The Boys“ zu hören war: Paolo Birro am Klavier und Alfred Kramer am Schlagzeug. Für genüssliche Jazzballaden allerdings ist ein warm klingender und elegant gespielter Kontrabass unverzichtbar, und deswegen gesellt sich auf diesem Album noch ein vierter Mann hinzu: Bassist Aldo Zunino.
Gemeinsam meistert dieses Quartett eine beeindruckende stilistische Bandbreite: Hamilton und Zunino haben den sanften Swing im Blut, Paolo Birro ist dank seiner klassischen Ausbildung ebenso virtuos wie kantabel an den Tasten unterwegs, und Drummer Alfred Kramer, der auf eine lange Karriere in Enzo Pietropaolis exerimentellem Space Jazz Trio zurückblicken kann, hebt mit subtilen Grooves die Stücke gekonnt voneinander ab – von frei dahingleitenden Atmosphären bis zu verführerisch langsamen Latin-Beats ist hier alles dabei.
Auch der Ort, an dem diese Platte entstand, ist mittlerweile bei Foné äußerst bewährt: Das urige Gewölbe des alten Hotels „Il Castello“ in Florenz. Bis auf Aldo Zunino standen alle Musiker dieser Aufnahme schon mehrmals in diesen Räumlichkeiten vor dem Mikrofon (insbesondere natürlich Alfred Kramer, dem das Hotel gehört), und auch Giulio Cesare Ricci, der die Aufnahme wie gewohnt selbst leitete, kennt die Akustik der alten Mauern inzwischen schon sehr genau. Bestimmt liegt es auch daran, dass „Ballads For Audiophiles“ eine wunderbar entspannte und familiäre Atmosphäre hat, in der sich die Musik ungehindert entfalten kann, von Signore Ricci auf rein analogem Signalweg in absolut erstklassiger Klangqualität eingefangen. Besonders der enorm detaillierte Saxofonklang und der der herrlich warme Kontrabass machen dieses Album zu einem echten audiophilen Leckerbissen. Wie immer bei Foné auf 496 Stück limitiert – also schnell zuschlagen! ww

http://dacapo-records.de/product_info.p…/products_id/1234149

Um die hohe Foné-Qualität zu gewährleisten, wurde die LP vom Original-Analogband durch Giulio Cesare Ricci bei Fone direkt gemastert. Auch der One-Stage-Schnitt wurde rein analog realisiert, gepresst wurde in Deutschland auf hochwertigem 180 g-Virgin-Vinyl.

Musikalisch erstklassig und klanglich ein vollendeter Genuss!


Various Artists – Gran Gala (180 g)

21. März 2017

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Seit Jahrzehnten steht das italienische Label Fone nicht nur für exzellente Klang- und Musikqualität, die seinesgleichen sucht, sondern auch für ein ausgesprochen breit gefächertes Spektrum an verschiedenen Künstlern, Stilen, Genres und kreativen Herangehensweisen. Neben Fones großartigen Klassikaufnahmen sind es vor allem kammermusikalische Besetzungen aus Pop und Jazz, denen die besondere Liebe von Label-Chef Giulio Cesare Ricci gehört. Und genau ihnen, denen sonst eher die kleine Bühne zu eigen ist, widmet Fone mit dieser Platte eine große Gala: „Gran Gala“ heißt die wundervoll gemachte Kompilation, mit der Signore Ricci seine Künstler des kleinen musikalischen Formats feiert.
Und wen es hier alles zu hören gibt! Groovig swingend eröffnet ein bewährtes Fone-Trio den Reigen: Scott Hamilton (Saxofon), Paolo Birro (Piano) und Alfred Kramer (Drums) mit Henry Mancinis „Pink Panther Theme“, das ist musikalische Lässigkeit pur. Scott Hamilton gibt es auf Seite B noch ein zweites Mal zu hören, im Duo mit dem Pianisten Andrea Pozza spielt er hier den Sonny-Rollins-Klassiker „Airegin“ von seiner LP „Who Cares?“ – federleichter Bebop, der ganz ohne Percussion und Bass auskommt.
Apropos Bass: Wer natürlich bei einer Fone-Gala auf keinen Fall fehlen darf, das ist Kontrabass-Großmeister Enzo Pietropaoli. Mit ihm haben es gleich drei geniale Tracks auf diese LP geschafft: Im Trio mit Fulvio Sigurta (Trompete) und Battista Lena (Gitarre) und der umwerfend bluesigen Ballade „La Notte“ vom gleichnamigen Album; im Duo mit Sängerin Eleonora Bianchini (hier wird ein Michael Jackson-Klassiker originell gegen den Strich gebürstet); und schließlich noch ein echter virtuoses Solo-Kabinettstückchen aus eigener Feder von seiner LP „Solo“.
Zwei Jazz-Duos sind noch mit von der Partie: Old school und groovig bringen einen Riccardo Zegna (Piano) und Giampaolo Casati (Trompete) mit einem Stück von ihrem Album „Paris Blues“ zum Fingerschnipsen, ganz in sich gekehrt und verträumt dagegen streicheln Peo Alfonsi (Gitarre) und Salvatore Maiore (Kontrabass) die musikalische Seele.
Intim und atmosphärisch sind auch die Klänge, die Fausto Mesolella in Nino Rotas Romeo-und-Julia-Thema seiner Gitarre entlockt – er ist es aber auch, der diese Kompilation mit dem am größten besetzten Stück abschließt: „Tulipani“ von seinem Album „Cantostefano“ lässt mit bodenständigem Bandsound eine Art italienische Mischung aus Mark Knopfler und Leonard Cohen aus den Boxen schweben.
Verschiedenste Künstler und Besetzungen, geradeaus gespielter Jazz oder experimentelles Crossover, Live-Mitschnitt oder speziell ausgewählte Aufnahme-Location – eines haben alle auf dieser LP versammelten Stücke gemeinsam: Die überaus perfekt gemachte Aufnahme und das exzellente Mastering durch Giulio Cesare Ricci in einer Qualität, von der andere Labels nur träumen können. Alle hier zu hörenden Aufnahmen entstanden mit rein analogem Signalweg und wurden auch rein analog auf Riccis Ampex 2-Spur-Maschine gemastert. Diese Kompilation ist also nicht nur eine Gala der genialen Künstler bei Fone, sondern auch ein Fest der umwerfenden Klangqualität, für die dieses Label berühmt ist. Wie immer bei Fone erscheint auch „Gran Gala“ auf 180 g Virgin Vinyl und in auf 496 Stück limitierter Edition. Das muss man sich einfach gönnen! wv

Um die hohe Fone-Qualität zu gewährleisten, wurde die LP vom Original-Analogband durch Giulio Cesare Ricci bei Fone direkt gemastert. Auch der One-Stage-Schnitt wurde rein analog realisiert, gepresst wurde in Deutschland auf hochwertigem 180 g-Virgin-Vinyl.

 


20. März 2017

VP_80006„Wenn man versuchen sollte, dem Rock’n’Roll einen anderen Namen zu geben, könnte man ihn ‚Chuck Berry‘ nennen“ – in diese einfachen Worte fasste kein geringerer als John Lennon den Mythos Chuck Berry. Mit Songs wie „Maybellene“, „Roll Over Beethoven“, „Memphis Tennessee“ oder „Johnny B. Goode“ kreierte Berry Mitte der 50er Jahre nahezu im Alleingang den Rock’n’Roll, und als er am 18. März 2017 im Alter von 90 Jahren starb, nahm die letzte der großen Musiklegenden dieser Zeit ihren Abschied von der Bühne. Und das ist mehr als nur eine Metapher: Bis in die 90er hinein hatte Berry jedes Jahr an die hundert Konzerte gespielt, zuletzt stand er an Silvester 2011 mit 84 Jahren auf der Bühne. Klar waren die Finger zuletzt nicht mehr so schnell wie zu Beginn seiner Karriere, und die Knie machten den berühmten „Duck Walk“, mit dem er zu seinen bluesigen Soli über die Bühne watschelte vermutlich auch nicht mehr mit – aber Berry blieb bis zuletzt ein Show Man allererster Güte.

Neben seiner genialen Verbindung von Blues und Country, der Einführung der E-Gitarre als Solo-Instrument und seinen Entertainer-Qualitäten besteht sein musikalisches Verdienst vor allem im Songwriting. Berry sang zu einem jugendlichen Publikum über typische Teenager-Probleme und Erfahrungen, und er tat dies nicht von oben herab, sondern mit Esprit, Humor und einer guten Spur Auflehnung gegen die steife Welt der Erwachsenen. Bei ihm wurden Songs zum ersten Mal kleine Geschichten mit cleveren Pointen, etwa, wenn sich in „Memphis Tennesse“ erst in der letzten Zeile herausstellt, dass die vom Sänger so schmerzlich vermisste „Marie“ nicht etwa seine große Liebe, sondern ein sechsjähriges Mädchen ist, oder wenn in „No Particular Place To Go“ am Ende ein romantischer Roadtrip mit der Freundin im neuen Auto zum Desaster wird, weil sich der Sicherheitsgurt nicht mehr lösen wird – es waren Songs wie diese, umrahmt von den ikonischen Gitarrenriffs, die die Beatles oder die Rolling Stones dazu inspirierten, sich selbst als Songwriter zu versuchen, und ihre eigene Welt in ihren Geschichten zu erschaffen; es waren diese Songs, wegen denen Bob Dylan Chuck Berry den „Shakespeare des Rock’n’Roll“ nannte, und wegen denen Leonard Cohen einmal sagte: „Wir sind alle nur Fußnoten in den Worten von Chuck Berry.“

Zu seinem 90. Geburtstag im Herbst 2016 hatte Chuck Berry noch ein neues Album angekündigt, das 2017 erscheinen soll: „Chuck“, das erste Berry-Album mit neuen Songs seit neununddreißig Jahren. Man darf gespannt sein auf dieses ganz besondere Vermächtnis.


High End 2016 bricht Rekorde

18. Mai 2016

Vom fünften bis zum achten Mai war DaCapo wieder einmal zu Gast auf der High End in München. Die Messe brach in diesem Jahr einen Rekord: erstmals kamen über 7.000 Fachbesucher, was einen Zuwachs von 7% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Bemerkenswert ist auch der hohe Anteil von Fachbesuchern aus dem Ausland: 64% kamen aus dem europäischen Ausland oder sogar von Übersee. Die am meisten vertretenen Nationen waren dabei Großbritannien, Italien, Schweiz, Niederlande, Österreich und Frankreich sowie USA, Kanada und China. Auch unter den Ausstellern war die Internationalität hoch, mehr als 60% waren ausländische Anbieter.

Der Publikumsfreitag war der besucherreichste Tag, insgesamt strömten rund 20.000 Besucher zum MOC-Gelände in München. Um das Gelände hatten sich im Vorfeld einige Gerüchte gerankt: so wurde ein möglicher Abriss der MOC-Gebäude vermutet, vielleicht weil ein Bayerisches Motoren-Werk ein Grundstück in nächster Nachbarschaft gekauft hatte. Der Geschäftsführer der High End dementierte dieses Gerücht bei der Pressekonferenz am Donnerstag offiziell und sicherte zu, dass die High End das Gelände für viele Jahre im Voraus gesichert habe.

Auch das Interesse der Medien war wieder hoch: so besuchten 516 nationale und internationale Journalisten die Messe und gewährleisteten damit eine breite Berichterstattung. Für die Besucher war mit dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm dieses Jahr auch viel geboten: Live-Darbietungen, Vorträge sowie die neu eingerichtete “Hörbar” mit verschiedenen Kopfhörersystemen zum direkten Vergleichshören rundeten das Ausstellerangebot ab. Auch die Mehrkanal-Audio-Vorführungen und die Technologiebühne mit Vorträgen zu beispielsweise Klangoptimierung und 3D-Audiotechnologie fanden großen Anklang.

Insgesamt verzeichnete die High End in den Sparten “Ausstellungsfläche”, “Aussteller”, “Akkreditierte Journalisten” und “Fachbesucher” einen Zuwachs und betonte damit erneut ihren Status als zentrale Fachmesse für Hörgenuss weltweit. Im Jahr 2017 wird die High End vom 18. bis 21. Mai ihre Tore im MOC für die Hörliebhaber öffnen. Bis dahin frohes Warten!


Axl Rose singt für AC/DC

24. April 2016

Überraschung? Nicht ganz, schon im März entstand das Gerücht, dass Axl Rose als Sänger für Brian Johnson einspringen könnte. Nun ist es offiziell: nachdem Johnson die Tournee für sich beendet hatte, um sein Gehör zu schonen, steht nun Rose als offizieller “Lückenfüller” (oder mehr?) fest. Ärzte hatten Brian Johnson gewarnt, dass er es eventuell verlieren könne, wenn er weiter mit der Band singt und tourt.

Nachdem schon Malcolm Young wegen seiner Demenzerkrankung die Band verlassen hatte, verlieren die australischen Kult-Rocker mit Brian Johnson ein weiteres altgedientes Mitglied. Zwar ist zwischenzeitlich für die laufende Tournee (u.a. mit einem geplanten Konzert in Leipzig am 1. Juni) mit Axl Rose für Ersatz gesorgt, aber der Sound wird natürlich nicht derselbe sein.

Das Echo ist geteilt: Axl Rose kennt das Business, hat er doch mit Guns N Roses große Erfolge gefeiert und das Genre des Hardrock maßgeblich geprägt. Auf der anderen Seite ist er für Ausrutscher und mitunter recht unzivilisiertes Verhalten bekannt: so begann er bei einem Konzert schon einmal eine Schlägerei mit einem Zuhörer oder griff bei der Intonation gehörig daneben. Es bleibt abzuwarten, wie sich Rose als Teil von AC/DC präsentieren wird. Damit bleibt es wenigstens spannend…AC DC Dresden Ostragehege, guns_22


High End 2016

10. April 2016

Auch dieses Jahr wird Da Capo Records wieder mit einem Stand vertreten sein, wenn das MOC in München vom 5. bis 8. Mai seine Pforten für die 35. High End Messe öffnet. Zum mittlerweile 35. Mal wird in vier Hallen Audio-Unterhaltungselektronik der besten Sorte ausgestellt. Dazu zählen edle Stereoanlagen im Holzgehäuse ebenso wie Plattenspieler für Audiophile.

Da Capo gehört auf der High End zu den wenigen Ausstellern, die tatsächlich Tonträger anbieten, ohne die sämtliche Wiedergabegeräte ja überflüssig wären. Jedes Jahr kommen regelmäßige High End Besucher gezielt zu Da Capo, während ein anderer Teil der Besucher spontan vom “echten” Vinyl begeistert ist und am Stand hängen bleibt. Zusätzlich zu Vynil wird unser Stand auch dieses Jahr wieder CDs namhafter Labels und Vinyl-Zubehör anbieten. Neben der breiten Musik-Auswahl stehen den werdenden Kunden natürlich auch unsere fachkundigen Verkäufer mit Sang und Klang zur Seite.

Wir von Da Capo freuen uns schon, Stamm- und werdende Kunden in 24 Tagen (genauer Countdown hier http://www.highendsociety.de/index.php/high_end_moc.html ) in München begrüßen und mit unseren Produkten beglücken zu dürfen! Bis dann!


Nikolaus Harnoncourt gestorben

6. März 2016

Heute nachmittag wurde offiziell, dass Nikolaus Harnoncourt, österreichischer Dirigent und Klang-Pionier, im Alter von 86 Jahren gestorben ist. Erst im Dezember hatte er sich von seinem Publikum verabschiedet, weil er sich nicht mehr für körperlich imstande hielt, weiter Konzerte zu geben. Seine Karriere begann der gebürtige Berliner zunächst als Cellist bei den Wiener Philharmonikern unter Herbert von Karajan. 1953 gründete er mit Orchesterkollegen das Ensemble „Concentus Musicus Wien“, mit dem er Werke der Alten Musik, Renaissance und Barock auf historischen Instrumenten einspielte. Dabei war ihm vor allem originalgetreue Aufführungspraxis wichtig, die immer wieder zu völlig neuen Hörerlebnissen für die Zuhörer führte.

Während er das Ensemble meist vom Cello aus leitete, begann er in den 70er Jahren, mit größeren Orchestern als Dirigent zusammenzuarbeiten. Er studierte mit dem Opernorchester und -ensemble der Mailänder Scala 1972 Monteverdis „Il ritorno d’ Ulisse in patria“ ein, in den Jahren darauf arbeitete er als Dirigent mit dem Concertgebouw-Orchester in Amsterdam zusammen. In seiner Laufbahn leitete Harnoncourt die Wiener Symphoniker, die Berliner Philharmonie und nicht zuletzt die Wiener Philharmoniker, die er 2001 und 2003 beim Neujahrskonzert dirigierte. Auch als Operndirigent machte sich Harnoncourt einen Namen und studierte besonders gern Mozart-Opern ein, z.B. bei den Salzburger Festspielen, am Zürcher Opernhaus oder der Staatsoper Wien.

Harnoncourt war für eine erfrischend „andere“ Interpretation der einzustudierenden Werke bekannt, ebenso unkonventionell war seine Angewohnheit, ohne Taktstock zu dirigieren. Durch die detailverliebte musikalische Arbeit mit seinem Concentus Musicus Wien hatte er der Alten Musik und dazugehörig der historischen Aufführungspraxis zu einem Aufschwung verholfen, der bis heute anhält.

Nikolaus Harnoncourt lebte mit seiner Frau Alice zusammen und hatte mit ihr vier Kinder. Er verstarb im Kreis seiner Familie.


Maurice White gestorben

14. Februar 2016

Maurice White,bekannt geworden als Gründer der Band „Earth, Wind & Fire“, ist am 4. Februar gestorben. Er verstarb im Schlaf an Symptomen der Parkinson-Krankheit, an der er seit Ende der 80er Jahre litt.
White wurde 1941 in Memphis, Tennessee geboren und hatte in seinen Jugendjahren eine Band mit Booker T Jones. Später studierte er Musik in Chicago und smauricewhitechloss sich 1966 dem Ramsey Lewis Trio an, mit dem er im gleichen Jahr für „Hold it right there“ einen Grammy gewann. 1969 gründete Maurice White die R’n’B Soul Funk-Band „Earth,Wind& Fire, die zu den erfolgreichsten Bands des 20. Jahrhunderts zählt. White integrierte das afrikanische Instrument „Kalimba“ in den Sound der Band und war als Songwriter, Arrangeur und Produzent sowie Schlagzeuger tätig. EW&F wurden in mehrere Halls of Fame (u.a. Rock and Roll, Vocal Group) und gewannen sechs Grammys. Durch seine Parkinson-Krankheit gezwungen zog sich Maurice White 1994 aus dem Tourgeschäft zurück, blieb aber weiterhin Leiter der Band und wirkte im Hintergrund durch Produktion, Songwriting und Arrangement. White arbeitete auch als Schlagzeuger und Produzent mit anderen Künstlern wie Barbra Streisand, Jennifer Holliday und Deniece Williams zusammen.
White hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne sowie seine Brüder Verdine und Fred.


Jim Reeves tot aufgefunden

14. Februar 2016

Jim Reeves, mit den Formationen 4 Reeves und Squeezer bekannt geworden, wurde am 1. Februar tot in einem Berliner Hostel aufgefunden. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf ein Tötungsdelikt. Reeves wurde 46 Jahre alt. Mit 16 Jahren wurde Reeves für eine C&A-Kampagne als Fotomodell entdeckt und modelte in den folgenden Jahren u.a. für Sony und Swatch. Er machte eine Musicaldarstellerausbildung in Hamburg und gründete Anfang der 90er mit seinen Geschwistern Shary, Andrew und Terry die 4 Reeves. Die Gruppe begann ihre Hip-Hop Karriere auf Englisch, wechselten aber bald auf Deutsch und brachten z.B. den antirassistischen Song „Keine Macht den Doofen“ heraus, in dem der Hip-Hop-Bonbon-Sound über den ernsten Text hinwegtäuscht. Mit seiner zweiten Band Squeezer konnte Reeves an vergangene Erfolge anknüpfen und verkaufte insgesamt über fünf Millionen Tonträger weltweit. Solo brachte Reeves einige musikalische Beiträge zu TV-Formaten wie „Big Brother“ heraus und gründete später unter dem Künstlernamen „Jimmy Joe Production“ ein eigenes Label. Damit betrieb er ein Tonstudio und war als Produzent für verschiedene Bands tätig. Zum Schluss ein Link, den die aktuelle Squeezer-Sängerin Olivia auf der offiziellen Facebook-Seite der Band zu ihrem Nachruf postete: https://www.youtube.com/watch?v=ss44R_B0gLU

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